Stadtrundgang - Teil 1

Beginnen Sie Ihren Rundgang auf dem Marktplatz mit dem Stadtmuseum (1) , dem Geburtshaus von Siegburgs berühmtesten Sohn: Engelbert Humperdinck. Es wurde im 19. Jahrhundert als Lateinschule auf den Resten des mittelalterlichen Rathauses erbaut. 

Vorbei an der "Schutzmantelmadonna" (2), einer Bronzeskulptur des Düsseldorfer Bildhauers Kurt Zimmermann, kommen Sie zum Haus Markt 45 (3). Hier befand sich von 1771 an fast 50 Jahre lang die Thurn- und Taxissche Poststation, deren um 1760 im Rokokostil geschnitzte Haustür besondere Beachtung verdient.

Weiter den ansteigenden Markt hinaus sehen Sie rechts eine Nachbildung des mittelalterlichen Schandpfahls (4). Das Original befindet sich im Stadtmuseum. An diesem "Käx" genanntem Pranger wurden Öffentlichkeitsstraßen, etwa ungehöriges Lärmen, Wäschewaschen am Sonntag und Ähnliches abgebüßt.

Der obere teil des Marktplatzes wird vom Kriegerdenkmal (5) beherrscht, das zum Gedenken an die in den Kriegen 1866 und 1870/71 gefallenen Siegburger Soldaten 1877 errichtet wurde.
Am oberen rechten Ende des Marktes gehen Sie in die Mühlenstraße. Auf der linken Seite liegt mit der Hausnummer 6 das Pfarrhaus von St. Servatius (6). Eine lateinische Türinschrift weist auf Bauherrn und -jahr hin. Gegenüber, auf dem Kirchplatz, befindet die St. Servatiuskirche (7), die aus einheimischem Tuffgestein, dem so genannten "Wolsdorfer Brocken", erbaut wurde. Die Kirche - eine dreischiffige Emporenbasilika - stammt im Wesentlichen aus gotischer Zeit, Teile eines romanischen Vorgängerbaus haben sich am Westturm und am nördlichen Seitenschiff erhalten. St. Servatius beherbergt den ehemaligen Klosterschatz der Abtei St. Michael, einen der bedeutendsten spätromanischen Kirchenschätze.

Gegenüber des Kirchenportals kommen Sie zum ältesten profanen Steinbau des Rhein-Sieg-Kreises, dem Anfang des 13. Jahrhunderts als Pfarrhaus aus demselben Material wie St. Servatius erbauten "Haus zum Winter"(8).

 


Siegburg Museum

Schutzmantelmadonna

Schandpfahl